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"Kolpingfamilie"
Schul- und Ausbildungsprojekt

Agbanto, Süd-Benin

 

"Berufsausbildung ermöglicht Existenzsicherung"

Die Adolf-Kolping-Familie begann 1991 in Agbanto, einem Ortsteil von Kpomassè,  im Süden Benins ein Krankenhaus aufzubauen, das die Grundversorgung der armen Bevölkerung sichern und der verbreiteten TBC entgegenwirken sollte.

Heute gehören zu dem Komplex neben dem Krankenhaus zwei Grundschulen, ein Kindergarten, eine Schreinerei und ein landwirtschaftlicher Ausbildungsbetrieb. Eine Schneiderei und eine Mechanikerwerkstatt sollen das Ausbildungszentrum vervollständigen. Das Bürgerkomitee hat dabei an verschiedenen Stellen den Aufbau unterstützt.

Mit zu diesem Gebäudekomplex gehört das Büro von Marcellin Djanato, unserer deutsch sprechenden Vertrauensperson vor Ort. Er gründete die Kolpingfamilie Agbanto nach seinem 5jährigen Aufenthalt in Deutschland. Inzwischen hat sein Vorbild zu weiteren Einrichtungen von Kolpingfamilien geführt.

Dieter Halle hat bisher den Kontakt zu ihm, dem Kolpingwerk Altenhundem sowie zu Brigitte Schmöle vom Verein Alodo gepflegt. Nun hat Heike Kunter diese Aufgabe für uns übernommen .

2007 haben Dieter Halle und Heinz Damis die Einrichtungen besucht und erste Bilder mitgebracht. Harald und Heike Kunter haben 2012 eine Reise durch Benin unternommen und dabei auch einen Tag in Agbanto erlebt.
Das Bürgerkomitee hatte in der Zwischenzeit nur selten Kontakt bekommen und das ist meist kein gutes Zeichen. Doch hier wurden wir überrascht, alle Einrichtungen florieren und sind von der Bevölkerung angenommen. Sie erlebten mit Begeisterung arbeitende Menschen in einem guten Umfeld. Hier lohnt sich jeder Cent.

 Einen kleinen Film vom Besuch 2012 finden Sie hier

Das Büro von Kolping Agbanto                                     

Die Straße zum Ausbildungszentrum. im Hintergrund die Landwirtschaftsschule, links das Dach der Schreinerei

Herzliche Begrüßung durch Marcellin Djanato

Marcellin, der Leiter Kolping Benin, Heike, der Fahrer, der Leiter von Kolping Agbanto

Lunch: Bewirtung durch köstliche Fisch- und Fleischpasteten, Cashewnüsse und kalte Getränke.
Beim Krankenhaus
hat das Bürgerkomitee die Anschaffung von Medikamenten und medizinischen Geräten unterstützt.

Begrüßung durch den Leiter des Krankenhausen und Marcellin

Das Krankenhaus - Haupteingang

Radiologie und Versorgungszentrum

Warnung vor Aids

kleines Labor

großes Labor

Apotheke

Chefarztbüro

Hinweis auf Impfungen

Eine Mutter bringt ihr Baby zum Impfen

kleiner kranker Junge mit seiner Mutter

Verwaltungsleiter und Chefarzt sagen "Auf Wiedersehen! und Vergesst uns nicht!"

2007 besuchten ca. 240 Schüler und Schülerinnen die 6 Klassen der beiden Grundschulen in Agbanto. Im März 2012 waren es etwa 500 Kinder in zehn Klassen.

Im Benin herrscht Schulpflicht bis zum 6. Schuljahr. Ein Schulgeld muss in dieser Zeit an öffentlichen Schulen nicht gezahlt werden. Damit nicht nur Jungen eine Chance auf bessere Bildung haben, entfällt für Mädchen das Schulgeld sogar bis zum 10. Schuljahr.
Trotzdem können nicht alle Kinder eine Schule besuchen. Für einige Familien sind die Nebenkosten für Frühstück, Schulkleidung, Schulmaterialien und andere Nebenkosten einfach zu teuer. Viele Kinder sind auch nicht registriert, weil der Weg zur nächsten Anmeldestelle zu weit oder die Anmeldegebühr zu hoch waren oder die Anmeldung schlicht vergessen wurde. Viele Kinder müssen auch schon in sehr jungen Jahren zu Hause Verantwortung übernehmen, z.B. weil die Eltern krank oder gestorben sind.
Diese Kinder haben eine Zukunft in Armut vor sich.
Sie kennen nur eine der über 50 Stammessprachen und lernen die Amtssprache Französisch nicht, deshalb bleiben sie von allen wichtigen Informationen abgeschnitten. Viele Eltern können nicht lesen und schreiben und daher lernen es diese Kinder ohne Schulbesuch auch nicht.

Da Kolping Agbanto diese Schulen gut betreut, ist der Lehrstandard an diesen beiden Grundschulen recht hoch und der Unterrichtsausfall geringer als landesüblich. Das unterstützen wir gerne. Unser Ziel: die Errichtung von drei regenfesten Klassenzimmern als Ersatz für die Schilfwand-Räume konnten wir schon 2013 mit Hilfe zahlreicher Spenden aus Schulen, von Geburtstagsfeiern und zahlreichen anderen kleinen und großen Ereignissen verwirklichen. Eine weitere große Hilfe erfuhren wir durch den Bundestagsabgeordneten Klaus Brandner (SPD), der uns eine Unterstützung durch das Auswärtige Amt Berlin vermittelte. Allen Spendern sagen wir herzlich DANKE! Die Freude und die Dankbarkeit sind in Agbanto riesengroß.

Hier können Sie sich das Informationsblatt ausdrucken.


Der Schulhof mit beiden Grundschulen

Schulleitung und Lehrkräfte begrüßen uns

Grundschule A

Grundschule B

Die Fundamente und Treppen der Grundschule A im Jahre 2007
Die starken Regenfluten  haben eine hohe Zerstörungskraft.

eine der Treppen vor

und nach der Reparatur mit finanzieller Hilfe vom Bürgerkomitee Steinhagen

An der GS B bleibt  2012 noch viel zu tun - diese Treppe dürfte bei uns gar nicht mehr benutzt werden.

Kinder gehen in Benin gern zur Schule. Sie freuen sich, etwas lernen zu dürfen - der einzige Weg aus der Armut.

pro Bank gibt es ein Lehrbuch.

Der Schüler ist stolz auf seine Stifte. Unter der nächsten Bank liegt der Handbesen, mit dem jeden Tag der Boden gefegt wird.

Französisch-Unterricht

Die Klasse hat  Schilfwände und ist bei Regen nicht benutzbar.

Diese beiden Klassen sind schon Vergangenheit. Foto März 2012 

Klassenräume von innen

Prüfungsunterricht in der Schilfklasse

Marcellin Djanato ist mit seinem Bischof zu Besuch in Köln und in Lennestadt. Die erste Spende für den Neubau der Klassen überbringen Harald und Heike Kunter.
 
2012 Dez. - Neubau Grundschule A

Viele große und kleine Spenden haben dazu beigetragen, dass die schon im Mai mit dem Bau der neuen Klassenräume begonnen werden konnte.

Die Regenzeit setzt meist im März ein und dauert mit sehr starken Regengüssen etwa ein halbes Jahr. 

provisorischer Klassenraum bis zur Fertigstellung der Räume - hoffentlich VOR der Regenzeit

 


Im Juni ist der Rohbau schon fast fertig

Jetzt fehlen noch Türen und Fenster und der Putz 5.7.2013.

Anfang August sind die Räume beziehbar. Einige neue Schulbänke werden rechtzeitig bis zum Schulbeginn Ende September fertig sein.

Dann wird dieser Gang voller Leben sein. Lehrer und Kinder freuen sich auf den Unterricht im Trockenen.
 

Die "Mensa" - Mütter verkaufen Brei aus Maniok (gari) oder Mais als Mittagsmahlzeit in kleinen Plastiktüten.

Wer etwas Geld hat, kann sich ein Essen sichern. Einfach eine Ecke der Tüte abreißen - so läuft der Brei in den Mund.

Der Kindergarten liegt neben Schule und Krankenhaus


zwei Gruppen in zwei Rundhäusern

Die Einrichtung: eine gemauerte Bank und 1 Tisch

Oh - Was wollen die Yovos hier? Yovo = weiß / weiß = Trauer, Angst

"Keine Angst! Die tun nichts. Die wollen nur spielen!"

z.B. "Häschen in der Grube"

Klappt noch nicht so richtig - macht aber (besonders den Großen) viel Spaß

Spielzeug, gesammelt von der Realschule und der Grundschule Brockhagen, für den Kindergarten.

"Danke" an alle unbekannten Spender!

Die Schreinerei war das eigentliche Ziel unserer Reise nach Agbanto.
Das Bürgerkomitee hatte mit Hilfe eines Spenders aus Steinhagen und in Zusammenarbeit mit dem Verein Alodo Maschinen angeschafft und keine Rückmeldung bekommen. Wir befürchteten das Schlimmste. Umso größer war die Überraschung: Die Tischlerei zeigte schon von weitem durch laute Maschinengeräusche den laufenden Betrieb an. Ein Ausbilder und mehrere Auszubildende arbeiteten an Stühlen für eine öffentliche Einrichtung. Tischler aus der Umgebung kamen mit ihren Baumstämmen und ließen diese zu Brettern sägen und sauber hobeln. Die mangelnde Rückmeldung beruhte auf einem Übermittlungsfehler. Marcellin Djanato und sein Team freuten sich riesig über den wiederhergestellten Kontakt und nahmen uns sehr herzlich auf.

Hier können Sie sich das Informationsblatt ausdrucken.


Die Schreinerei - Ausbildung und Produktion

2007 - die Rohbauten

2012 - die Schreinerei. im Hintergrund die landwirtschaftliche Ausbildungsstätte

von rechts: der Ausbilder, Marcellin Djanato, die Auszubildenden

Holzplatz mit Papaya

verarbeitet werden vor allem Teak und Eukalypthus

2007 - Rohbau

Blick von der Schreinerei auf den Stall der Landwirtschaft, ein Lager und ganz im Hintergrund Kolping Agbanto


ein Einwohner wartet darauf, dass sein Baum zersägt wird. Er hat ihn quer auf seinem Mopedgepäckträger hergebracht.

Arbeit an der Kreissäge.
Sicherheitsvorkehrungen? Gibt's die auch hier?

Bretter bearbeiten

und glatt hobeln

Stühle aus Teak - wir haben schon gleich Aufträge bei der deutschen Botschaft beschafft

Eine Tellerschleifmaschine - gespendet von Stefan Bothfeld und Partnern

Westfalenblatt 22.12.2012

Haller Kreisblatt 22.12.2012

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