Benin

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Lage: Westafrika
Bevölkerung: geschätzt: 10,3 Mio
BIP: 7,4 Mrd. Euro (2015)
Regierungsform: Präsidialdemokratie mit
Einkammerparlament
Hauptstadt: Porto Novo (ca 250.000 Einwohner)
Amtssprache: Französisch
Quelle: Auswärtiges Amt, Stand März 2016
Benin ist etwa halb so groß wie die alten Bundesländer und hat im Osten das große Nigeria zum Nachbarn. Im Westen grenzt es an Togo und im Norden hat es gemeinsame Grenzen mit Burkina Faso und dem Niger.
Die ständig wachsende Bevölkerung wird auf ca. 10 Mio. Einwohner geschätzt, von denen knapp 50 % unter 15 Jahre alt sind. Ca. 80 % der Menschen leben von der Landwirtschaft. Der Unterschied zwischen Reich und Arm ist extrem groß - wie in den meisten Entwicklungsländern - und leider beschränkt sich das soziale Bewusstsein zum größten Teil auf die eigene  Großfamilie.
Ein Grundschullehrer verdient ca. 75 € im Monat, ein Hochschullehrer etwa 400 €, ein Polizist der Sicherheitspolizei 45 €. Diese Zahlen sind nicht sehr aussagefähig ohne andere Bezugsgrößen. Daher ein paar Beispiele:  Ein Augenarztbesuch kostet ca. 7,50 €,  Mietkosten belaufen sich auf ca. 30 €, Transportkosten schlagen mit ca. 20 € monatlich zu Buche, ein Minimum für Lebensmittel muss mit 30 € veranschlagt werden. Das bedeutet, dass mit einem Einkommen die monatlichen Kosten für die Grundbedürfnisse kaum gedeckt sind und eine zweite Einnahmequelle zwingend notwendig ist. (2014)

Die Gesundheitsversorgung wird zwar vom Staat unterstützt; jedoch ist für einen großen Teil der Bevölkerung der Zugang zu Ärzten ein Luxus, da nicht nur der Arztbesuch sondern auch die Fahrt dorthin Kosten verursacht.

Auch eine angemessene Grundbildung ist leider nicht für alle zugänglich. In einem Umfeld, in dem nicht genug für Bildung von gesunden Kindern zur Verfügung steht, gehören behinderte Kinder, die eine schulische oder berufliche Ausbildung erhalten, zu den Ausnahmen.

Auch für die gesunden Kinder bedeutet die Teilhabe am Unterricht oft sehr lange Fußwege. Öffentliche Schulen sind selten und meistens sehr primitiv. Oft fehlt der notwendige Schutz gegen Regen. Private Schulen sind besser ausgestattet, aber für die meisten Familien viel zu teuer.
Kein Wunder, dass trotz Schulpflicht immer noch 80% der Frauen und 50% der Männer Analphabeten sind.

Das Bürgerkomitee Steinhagen-Woerden unterstützt daher mit Hilfe anderer Organisationen vorrangig die Ausbildung der Kinder und die Gesundheitsfürsorge der ganzen Familie.

Supermarkt in einer Dorfhütte auf dem Markt Klassenraum

Schulspeisung

Schneiderinnenausbildung wichtigstes Transportmittel: Moped

Der Kontakt zu unseren Projektpartnern in Afrika ist dem Bürgerkomitee sehr wichtig. Briefe, Emails, Fotos und auch Telefonate sind dabei sehr hilfreich. Eine Reise dorthin kommt nur selten vor, denn das ist aufwendig und teuer und muss von den Reisenden selbst finanziert werden. 2007 waren Dieter Halle und Heinz Damis zusammen mit unserem holländischen Partner Jaap van der Does in Benin und Ghana. Viele der Bilder auf unserer Website stammen von diesem Besuch.

2012 und 2016 war es wieder einmal soweit. Heike und Harald Kunter haben alle Projekte im Benin besucht und Gespräche über Erfolge, Probleme und Zukunftsaussichten geführt.

hier bekommen Sie einen kleinen Vorgeschmack:

Das erste Filmchen von unserem Besuch im Benin können Sie jetzt ansehen.
Harald und ich waren von Marie Adegnika eingeladen, den internationalen Frauentag am 8. März 2012 mit den Frauen der AFAB in Adjohoun zu feiern. Die Frauen stellten Ihre Produkte vor, deren Herstellung sie mit Hilfe der AFAB erlernt hatten, und die ihnen Wege aus der Armut öffneten. Mit Hilfe von Liedern erzählten sie, wie gut es ist, wenn sie das Geld aus dem Erlös ihrer Arbeit für einen Schulbesuch ihrer Kinder verwenden. Das garantiert den Kindern und ihnen selbst ein besseres Leben.
Anschließend lernten wir einige der über 350 Waisen kennen, die mit Hilfe der AFAB unter Leitung von Marie Adegnika gesund ernährt wurden und eine Schule besuchen konnten oder noch können.
Eine Fahrt zu einem Pfahlhäuser-Dorf an der Ouéme rundete den Tag ab. Die Menschen leben dort von der Sandgewinnung aus dem Fluss und dem Anbau von Agrarfrüchten. Bei dem großen Hochwasser vor 2 Jahren stieg das Wasser fast bis zum Boden der Wohnräume. Alles Saatgut wurde fortgeschwemmt. Die Not der Menschen war groß. Das Bürgerkomitee Steinhagen konnte unter Federführung unserer Partnerorganisation in Woerden helfen.

https://www.youtube.com/watch?v=RTJMzg40tlA&t=2s

Auch der zweite Film ist hochgeladen und bei youtube zu sehen:
Er zeigt den herzlichen Empfang und einen Rundgang durch die Klassenräume der Grundschule und Sekundarstufe, den Kindergarten und die Werkstätten. Noel Dassou erläutert selbst die notwendigen Massnahmen.

https://www.youtube.com/watch?v=1CHCUBcgodM&t=4s

Nun steht auch der dritte Film im Netz:
Die Kolpingfamilie in Agbanto war DIE große Überraschung unserer Reise. Weil wir lange nicht voneinander gehört hatten, befürchteten wir das Schlimmste. Vorgefunden haben wir eine Anlage aus Schule, Kindergarten, Krankenhaus und Ausbildungszentrum, die hervorragend arbeitet und jede Unterstützung wert ist.

Frauen sind die Zukunft Afrikas. Wie wahr dieser Satz ist, wurde uns durch die Arbeit von Marie Adegnika in Sakétè/Adjohoun und von Marie Legba in Pobé deutlich. Beide arbeiten ähnlich und unterstützen sich gegenseitig. In ihrer nun schon über 30jährigen Arbeit haben sie Frauen in jeweils weit über 100 Dörfern rund um ihren Standort ausgebildet und Untergruppen aufgebaut. Die Ausbildung umfasst die Schulung in Nahrungskunde und Landwirtschaft ebenso wie das Wissen über Empfängnisregelung oder Schulbildung. Waisen und kranke oder unterernährte Kinder werden aufgepäppelt und erhalten eine Ausbildung. Wir zeigen hier einen kleinen Teil der bewundernswerten Arbeit

https://www.youtube.com/watch?v=0d22TjhAtLY&t=34s
Weitere Fotos und Filme folgen! Schauen Sie wieder herein!

In Vorträgen, die wir mit kleinen Filmen und Fotos unterlegen, zeigen wir Ihnen, was wir über Land und Leute, die Traditionen, die Tier- und Pflanzenwelt und auch über die Projekte gelernt und erlebt haben.

 Wenn Sie möchten, kommen wir auch zu Ihnen.

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