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Kranken- und Aidsstation

 

Womey, Süd-Benin

"Gesunde schützen, Kranke heilen und ihren Familien helfen"

Krankenpflege und Gesundheitsvorsorge sind in Afrika vordringliche Aufgaben. Malaria, Lepra und AIDS sind nach wie vor die Hauptgeißeln der Menschen.

Dieser Aufgabe hat sich die kleine Krankenstation in Womey unter der Leitung von Dr. Modeste Babagbeto angenommen.  Außerdem  bildet die Station Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen aus, die später den ambulanten Dienst in den Dörfern aufnehmen sollen.

Das Bürgerkomitee (GBK) hat medizinische Geräte und Medikamente mitfinanziert. Außerdem ist die kleine Aidsstation ein besonderes Anliegen des GBK.

Die kleine Krankenstation genießt einen guten Ruf in der Umgebung. Auch wenn viele Menschen noch auf die traditionellen Heiler vertrauen, wer zu Dr. Babagbeto kommt, glaubt sich vor Voodoo sicher - so wurde uns mit einem Lächeln erzählt.
Ärzte siedeln sich - wie in Deutschland auch - lieber in den großen Städten als auf dem Lande an. Im weiten Umkreis herrscht daher eine große Unterversorgung. Dr. Babagbeto, der im Hauptberuf Chefarzt am Krankenhaus in Cotonou ist, hat deshalb diese mit Betten erweiterte Praxis errichtet. Seine Frau Claire ist Hebamme und übernimmt die ambulante und stationäre Geburtshilfe. Nebenbei betreibt sie einen kleinen Laden für Kurzwaren.

Die Krankenstation ist 2012 sehr gut ausgestattet. Der Betrieb läuft und sollte sich jetzt allein tragen können. Natürlich werden wir den Kontakt auch weiterhin pflegen und - wenn nötig - unterstützen, z.B. durch Hilfe bei der Durchführung von Operationen.


Auf dem Weg von Tokan nach Womey

Privatweg - nein, öffentliche Straße

Begrüßung durch Dr. Babagbeto

eines von zwei kleinen Krankenzimmern

kleinere Krankheiten werden vor Ort geheilt, größere werden in Cotonou behandelt

Die "Erste-Hilfe-Station"

Das Labor

Gynäkologie und Geburtszimmer

eines der wertvollen Geräte aus Deutschland - zur Benutzung, wenn es Strom gibt.

Sprechzimmer von Dr. Babagbeto

Afrikatag der Realschule
- Bericht vom Haller Kreisblatt

Bericht vom Westfalenblatt

6 Auszubildende mit ihren Urkunden - 11/2009
Zwei dieser erfolgreich ausgebildeten Pflegerinnen sind auch 2013 bei ihm angestellt.
Außerdem nimmt Dr. Babagbeto über "westwärts" deutsche Helferinnen für ein Praktikum auf. Wir vermitteln gern.

Der frisch gewaschene Krankenwagen
Lesen Sie dazu den Bericht von OStR Kirsten Rottmann von der abenteuerlichen Überführung des Krankenwagens auf dem Landwege

Laden vor dem Eingang zur Praxis mit Nahrung und anderem Nützlichen
 


Die 30köpfige Frauengruppe, die Kochkäse und demnächst auch Seifenprodukte produziert und auf dem Markt verkauft. 11/2009
Leider klappte der geplante Verkauf nicht so wie geplant. Es gibt große Restbestände. Deshalb trifft sich die Frauengruppe 2012 nur noch sporadisch.


Die Realschule hat uns eine Tasche mit vielen kleinen Kostbarkeiten mitgegeben.

Außerdem gab es einen Rucksack und eine Tasche voller weiterer Geschenke und ein kleines Geldgeschenk. Alles wurde mit großer Freude und aufrichtigem Dank gern angenommen.
Per Schiff war einige Tage vor unserem Besuch die Weihnachtssendung des Ratsgymnasiums Bielefeld eingetroffen. Dabei war eine Anzahl von Krücken, die wir stellvertretend übergeben durften.

Vorfreude auf die neuen Gehhilfen.

Beinfehlstellungen sind oft die Folge unsachlicher und zu später Behandlung

Folge eines Unfalles - Verlust beider Unterschenkel.

In Deutschland bekäme er einen Rollator, weil er nur mit Mühe stehen und gehen kann - aber bei den unebenen, sandigen Wegen wäre der auch keine Hilfe.

Große Dankbarkeit! Doch wann werden die neuen Krücken wieder genauso abgenutzt sein, wie die alten - im Bild vorn?
Zwei kleine Mädchen erwarteten uns in ihren besten Kleidern.
Das eine Mädchen litt unter starkem Parasitenbefall - einer nahezu alltäglichen und sehr schmerzhaften Erkrankung im Süden Benins. Die Mangofliege legt ihre Eier gern auf hellen Kleidungsstücken in der Sonne ab. Wird die Wäsche nicht heiß gebügelt, werden die Eier auf die Haut übertragen und graben sich dort ein. Nicht alle Familien besitzen ein Bügeleisen oder können sich immer die Holzkohle für die Eisen leisten, die hier in Deutschland längst Museumsstücke sind. Nach einiger Zeit schlüpfen die Fliegen und hinterlassen kaum sichtbare Narben.

Das zweite Mädchen, Senami, zeigte uns die Fehlstellung beider Beine. Die Ursache des gesund geborenen Mädchens, ob Unfall, Krankheit oder Misshandlung, konnten wir leider nicht erfragen. Ohne Operation wird Senami keine Schule besuchen und erst recht keine Arbeit verrichten können. Die Kosten für eine Operation - etwa 800 EURO - können die Eltern nicht aufbringen.


Senami mit ihrer Mutter

Das Stehen ist mühsam, das Gehen fast unmöglich

Haller Kreisblatt 7.6.2012

Westfalenblatt 9.6.2012

Larven der Mangofliege haben sich in großflächig in die Haut des kleinen Mädchens eingegraben. Der Juckreiz ist sehr schmerzhaft.
     
2007 wurde die Aidsstation Dieter Halle und Heinz Damis mit viel Stolz gezeigt. Erweiterungen waren geplant. 2012 mussten wir danach fragen. Die Station scheint unbenutzt zu sein. Ob es daran liegt, dass die Aidskranken sich nur in der Dämmerung dort treffen? Oder ob es an dem großen privaten Hausbau direkt daneben liegt? Der Besitzer sicherte uns den Fortbestand der Aidsstation zu, doch scheint uns das höchst ungewiss. Daher haben wir uns entschieden, vorerst keine Beiträge zur Aidsstation mehr zu entrichten. Schade, denn notwendig ist die Beratung und Behandlung von Aidskranken nach wie vor. Wir werden andere Wege finden.

2007 Die Aidsstation


2007 Erweiterung nach rechts geplant

2007 Aidskranke im Spenderbett


2012 - Anblick, der uns Sorgen bereitet

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